Es tut sich viel, aber man muss am Ball blei­ben. So lau­tet mein Fazit auch nach drei wei­te­ren Sta­tio­nen mei­ner Infor­ma­ti­ons­tour durch die Gemein­den des Wahl­krei­ses. Drei Bei­spie­le ste­hen dafür:

Wei­bern: Dorf­er­neue­rung ist vor­an geschrit­ten

In Wei­bern erläu­ter­ten Orts­bür­ger­meis­ter Peter Josef Schmitz und Rats­mit­glied Karl Gun­dert mir und inter­es­sier­ten Teil­neh­mern die Pro­jek­te, die durch­ge­führt wur­den, die wei­te­ren Plä­ne, aber auch anste­hen­de Pro­ble­me.

So ist die Dorf­er­neue­rung weit vor­an­ge­schrit­ten. Von der Hal­le bis zur Tal­aue sind schö­ne Pro­jek­te ent­stan­den. Auch die zwei Brü­cken aus Wei­ber­ner Tuff für Fuß­gän­ger zwi­schen Dorf und Hal­len­be­reich sind eine Augen­wei­de. Nun hat man sich an den letz­ten Teil­ab­schnitt, die Gestal­tung des Mari­en­plat­zes gemacht. Lei­der muss­te die alte Lin­de, die bei Bau­ar­bei­ten beschä­digt wor­den war, die aber im Stamm auch gro­ße Fäul­nis auf­wies, gefällt wer­den. Auf dem Platz wird eine neue gepflanzt. Die Mari­en­sta­tue wur­de vom Stein­hau­er­ver­ein abge­baut und ins Stein­hau­er­haus gebracht. Dort wird sie reno­viert und danach auf dem Platz wie­der auf­ge­stellt. Zusam­men mit dem Bus­war­te­haus aus Tuff, dem Was­ser­spiel und Pflanz­bee­ten wird hier ein schö­nes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum für die Dorf­be­woh­ner ent­ste­hen.

Ein Pro­blem sind die Kos­ten, die die Orts­ge­mein­de für das Schwimm­bad zu tra­gen hat. In Gesprä­chen mit der Ver­bands­ge­mein­de ist man einer Lösung schon sehr nahe. Man hofft, dass Kem­pe­nich hier­bei mit­spielt. Jede der bei­den Gemein­den müss­te dann nur noch 10 Pro­zent der Kos­ten tra­gen. Ein Pro­blem sieht man in Wei­bern auch in dem schlech­ten Zustand der Land­stra­ßen 83 und  L114. Hier müss­te unbe­dingt etwas gesche­hen.

Aber auch der Sport­be­reich wur­de von Peter-Josef Schmitz, der auch Prä­si­dent des Lan­des­hand­ball­ver­ban­des ist, ange­spro­chen. Im drit­ten Jahr hin­ter­ein­an­der sei­en hier die Mit­tel um 3 Pro­zent gekürzt wor­den, so dass man inzwi­schen etwa 10 Pro­zent weni­ger Mit­tel zur Ver­fü­gung habe. Der Sport sei ein Stief­kind die­ser Lan­des­re­gie­rung. Ich sehe das auch so und wer­de mich für eine Ände­rung die­ses Kur­ses ein­zu­set­zen.

Spes­sart: Land­stra­ße 111 bleibt ein Pro­blem

In Spes­sart stell­ten mir Bei­geord­ne­ter Georg Blä­ser, sowie die Gemein­de­rats­mit­glie­der Ursu­la Schmitz, Rein­hold Mül­ler und das ehe­ma­li­ge Mit­glied Tho­mas Blä­ser die Auf­ga­ben und Pro­ble­me des Ortes vor.

Als erheb­li­ches Pro­blem wur­de der Zustand der Land­stra­ße 111 zwi­schen Han­ne­bach und Woll­scheid ange­se­hen. Für viel Geld sei­en zwar Ver­bes­se­run­gen geplant, man fürch­tet aber, dass Tei­le der Stra­ße in dem schlech­ten Zustand belas­sen wer­den. Das sei unwirt­schaft­lich.

Außer­dem kla­gen die Gemein­de­rats­mit­glie­der dar­über, dass die finan­zi­el­len Zuwei­sun­gen des Lan­des nicht aus­rei­chen. Die Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen sei­en von 251.000 in 2013/14 auf inzwi­schen nur noch 190.000 Euro zurück­ge­gan­gen. Damit kön­ne die Viel­falt der Auf­ga­ben wie zum Bei­spiel die Stra­ßen­sa­nie­rung der Mit­tel­stra­ße, das Stark­re­gen­pro­blem auf Bock­sei­fen, die eige­ne Zufahrt zum Gewer­be­ge­biet auf Höhe des Hamann Bau­mark­tes nur schwer  bewerk­stel­ligt wer­den.

Hohen­leim­bach: Kreis­sel­lö­sung ist vom Tisch

In Hohen­leim­bach traf ich Orts­bür­ger­meis­ter Tors­ten Kabuth und Rats­mit­glied Robert Bell, sowie eini­ge ande­re Bür­ger. Kabuth sprach das schon lan­ge bekann­te Pro­blem der Auf­fahrt zur Bun­des­stra­ße 412 an, das schon häu­fig dis­ku­tiert wor­den sei und bei dem seit 30 Jah­ren nichts pas­sie­re. Inzwi­schen habe man sich von der ange­dach­ten Krei­sel­lö­sung ver­ab­schie­det, da der Lan­des­be­trieb Mobi­li­tät (LBM)hier nicht zustim­me und sei sich mit der Behör­de einig, dass ein Über­gangs­bau­werk mit soge­nann­ten hol­län­di­schen Ram­pen errich­tet wer­de. Dies sei zwar 1,6 Mio. Euro teu­rer als zwei Krei­sel, sei aber hier nur mög­lich, so der LBM.

In Hohenleimbach traf ich Ortsbürgermeister Torsten Kabuth und Ratsmitglied Robert Bell, sowie einige andere Bürger

In Hohen­leim­bach traf ich Orts­bür­ger­meis­ter Tors­ten Kabuth und Rats­mit­glied Robert Bell, sowie eini­ge ande­re Bür­ger

Ich wer­de das The­ma erneut auf­grei­fen: Denn hier sind Lösun­gen längst über­fäl­lig.

Als  wei­te­re Über­le­gung wur­de die Errich­tung von Wind­kraft­an­la­gen ange­spro­chen. Dies sei zwar finan­zi­ell nicht unbe­dingt für die Gemein­de not­wen­dig, man kön­ne sich aber mit den Ver­tre­tern des Staats­fors­tes dar­über unter­hal­ten, wenn dort sol­che Anla­gen geplant wür­den. Auf jeden Fall wer­de man vor­her die Bür­ger befra­gen, so Bür­ger­meis­ter Kabuth.

Ein Teil­neh­mer der Run­de war aber skep­tisch wegen der Land­schaft und der hei­mi­schen Fau­na, z.B. Rot­mi­lan und Schwarz­storch.

Ein ande­rer Gesprächs­teil­neh­mer for­der­te mich auf, mich noch ein­mal für die Ener­gie­of­fen­si­ve Rhein­land-Pfalz ein­zu­set­zen. Damit wäre eine hohe Ener­gie­er­spar­nis zu erzie­len.