Das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt hat heu­te die neu­en Zah­len zum Aus­bil­dungs­markt in Rhein­land-Pfalz ver­öf­fent­licht. Ich bin wie mei­ne Frak­ti­ons­kol­le­gin Mari­on Scheid sehr ent­täuscht. In Sonn­tags­re­den lobt die Lan­des­re­gie­rung die dua­le Bil­dung, doch unter der Woche ist davon nichts zu spü­ren. Die Fol­ge ist, dass die Zahl der Azu­bis seit Jah­ren unauf­halt­sam sinkt, wäh­rend immer mehr jun­ge Men­schen stu­die­ren. Das führt zu einem Fach­kräf­te­man­gel im Hand­werk und in vie­len Dienst­leis­tungs­be­ru­fen.
Statt gegen­zu­steu­ern und neue Kar­rie­re­per­spek­ti­ven im Hand­werk zu öff­nen, schwächt die Lan­des­re­gie­rung die berufs­bil­den­den Schu­len zusätz­lich. Denn Bil­dungs­gän­ge wer­den zusam­men­ge­legt, neue kon­kur­rie­ren­de Ange­bo­te an all­ge­mein­bil­den­den Schu­len wer­den eröff­net. Wir brau­chen ein Umden­ken in der Bil­dungs­po­li­tik. Statt bestän­dig neue Ober­stu­fen zu schaf­fen, muss die dua­le Bil­dung gestärkt wer­den. Wir müs­sen die Kar­rie­re­we­ge  für jun­ge Men­schen im Hand­werk und Han­del sicht­ba­rer machen. In vie­len Fäl­len ver­dient dort ein Meis­ter nicht weni­ger als Absol­ven­ten mit einem Hoch­schul­ab­schluss.