Die bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Anke Beil­stein, for­dert von Schul­mi­nis­te­rin Hubig Pla­nungs­si­cher­heit für die vier klei­nen Grund­schu­len, die noch immer nicht wis­sen, ob sie geschlos­sen wer­den oder nicht. Ich kann die­se For­de­rung nur unter­strei­chen. Die Hän­ge­par­tie für die vier Grund­schu­len Lieg, Her­kers­dorf, Reif­fer­scheid und Fran­ken­stein ist unzu­mut­bar für die Betrof­fe­nen vor Ort.
Fakt ist: Vier Wochen vor Beginn der Som­mer­fe­ri­en gibt es noch immer kei­ne Ent­schei­dung aus Mainz wie es nach den Som­mer­fe­ri­en wei­ter­ge­hen soll. Bei dem will­kür­lich wir­ken­den Vor­ge­hen der Lan­des­re­gie­rung, wur­den eini­ge klei­ne Grund­schu­len geschlos­sen und ande­re wie­der­um durf­ten auf­grund von Aus­nah­me­re­ge­lun­gen erhal­ten blei­ben. Minis­te­rin Hubig hat es ver­säumt, ein funk­tio­nie­ren­des Kon­zept vor­an­zu­trei­ben.
Nach­dem sich bis­her nicht nur Eltern und Schul­trä­ger gegen eine Schlie­ßung aus­ge­spro­chen haben, hat zwi­schen­zeit­lich auch der Bezirks­per­so­nal­rat Rhein­hes­sen-Pfalz ent­spre­chend nega­tiv votiert. Nun tritt ein for­ma­li­sier­ter Pro­zess ein, bei dem zunächst der Haupt­per­so­nal­rat gefragt und dann die wei­te­re Hür­de über eine noch zu bil­den­de Eini­gungs­stel­le genom­men wer­den muss. Das alles ist mit lan­gen Fris­ten ver­bun­den. Am Schluss steht eine Ent­schei­dung, die aber für die Minis­te­rin nicht bin­dend ist. Sie hat also in jedem Fall das letz­te Wort.
Offen­sicht­lich hat man in Mainz nicht mit einem sol­chen Gegen­wind gerech­net. Die Minis­te­rin muss jetzt Ver­nunft wal­ten las­sen. Die Betrof­fe­nen vor Ort ste­cken mit­ten in den Vor­be­rei­tun­gen für das neue Schul­jahr. Es lau­fen mit Kos­ten ver­bun­de­ne Aus­schrei­bun­gen für Betreu­ungs­kräf­te, ohne Klar­heit, ob die Arbeits­ver­trä­ge viel­leicht weni­ge Tage vor Start des neu­en Schul­jah­res wie­der auf­ge­löst wer­den müss­ten. So kann man nicht mit Men­schen umge­hen. Auch die betrof­fe­nen Kreis­ver­wal­tun­gen war­ten auf eine Ent­schei­dung aus dem Minis­te­ri­um. Schließ­lich müs­sen sie den Schü­ler­trans­port und die Lini­en­fahr­plä­ne orga­ni­sie­ren.
Minis­te­rin Hubig soll­te die Reiß­lei­ne zie­hen und den vier Grund­schu­len jetzt grü­nes Licht geben. Da die Lan­des­re­gie­rung ohne­hin eine Ände­rung des Schul­ge­set­zes plant, soll­te sie in einem geord­ne­ten Ver­fah­ren ein Zukunfts­kon­zept für klei­ne Grund­schu­len vor­le­gen. Die CDU-Frak­ti­on hat hier­für schon einen Vor­schlag gemacht, auf den sie ger­ne zurück­grei­fen kann.