Rhein­land-pfäl­zi­sche Kom­mu­nen haben ein Schul­den­pro­blem. Das hat­ten sie auch schon vor der Coro­na-Kri­se“, hält der Abge­ord­ne­te Gui­do Ernst (CDU)  fest. Für die gera­de im Bun­des­ver­gleich enorm hohe Ver­schul­dung der rhein­land-pfäl­zi­schen Kom­mu­nen sieht er näm­lich zwei zen­tra­le Ursa­chen: Schon seit Jah­ren belas­te das Land den kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich, aus dem sich die Kom­mu­nen zu einem gro­ßen Teil finan­zie­ren, mit Aus­ga­ben des Lan­des, die es aus eige­nen Haus­halts­mit­teln finan­zie­ren müss­te.

Außer­dem habe es den Städ­ten und Gemein­den wei­te­re Auf­ga­ben über­tra­gen ohne hier­für die Finanz­mit­tel bereit­zu­stel­len.

Die­se Gel­der feh­len dann natür­lich den Kom­mu­nen bei ihrem eige­nen Haus­halts­aus­gleich, was zu der Ver­schul­dung führt.“

Horst Gies ergänzt: „Die Lan­des­re­gie­rung muss end­lich Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Minis­ter­prä­si­den­tin Drey­er und ihr Kabi­nett haben es selbst in der Hand. Der ewi­ge Fin­ger­zeig nach Ber­lin hilft genau­so wenig wie Allein­gän­ge von Olaf Scholz, der die kom­mu­na­le Alt­schul­den­fra­ge mit den Hil­fen zur Über­win­dung der Fol­gen der Coro­na-Kri­se ver­bin­det — das sind zwei ver­schie­de­ne Paar Schu­he. Ande­re Bun­des­län­der machen es mit ihren Alt­schul­den­pro­gram­men vor, wie Lan­des­re­gie­run­gen die Kom­mu­nen bei der kom­mu­na­len Ent­schul­dung unter­stüt­zen kön­nen.“ 

Das sieht auch der Vor­sit­zen­de der Kreis­tags­frak­ti­on Karl-Heinz Sund­hei­mer so. Er stellt hier­zu fest: „ Ich sehe zunächst die Lan­des­re­gie­rung in der Pflicht, die Grund­la­ge für eine Alt­schul­den­lö­sung zu schaf­fen. Hier­bei muss sie erklä­ren, wie sie eine Neu­ver­schul­dung der Kom­mu­nen künf­tig ver­hin­dern will und wie sie die Alt­schul­den von den Kom­mu­nen auf das Land über­führt.“

Nach Unter­la­gen des Krei­ses sind im Kreis Ahr­wei­ler neben ande­ren von der Alt­schul­den­pro­ble­ma­tik die Stadt Bad Brei­sig, die Ver­bands­ge­mein­de Bad Brei­sig und die Gemein­den Rech und May­schoß beson­ders betrof­fen.